Girl’s Day

Förderung von Mädchen

In naturwissenschaftlichen, insbesondere ingenieurswissenschaftlichen Studiengängen sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Dies führt zu einem Mangel an Fachkräften in der Industrie. Es ist daher unsere Aufgabe, Frauen bereits in jungen Jahren für ingenieurswissenschaftliche Berufe und Studiengänge zu begeistern.
Zu diesem Zweck nimmt der Sonderforschungsbereich 1026 „Sustainable Manufacturing – Shaping global Value Creation“, vertreten durch das Fachgebiet Montagetechnik und Fabrikbetrieb, jedes Jahr am bundesweiten Aktionstag „Girls‘ Day – Mädchen-Zukunftstag“ mit eigenen Veranstaltungen teil.
Ziel des Girls‘ Day ist, Mädchen frühzeitig für Unterrichts- und Studienfächer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu begeistern.
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den durchgeführten Aktionstagen in unserem Fachgebiet. Ziel ist, ein Konzept für die Vermittlung nachhaltigkeitsorientierter Produktions- und Fertigungstechnologien zu entwickeln und umzusetzen.

Girls‘ Day 2012: Experimentieren mit Licht und Sonne

GD2Der erste Girls‘ Day des Sonderforschungsbereichs 1026 „Sustainable Manufacturing – Shaping Global Value Creation“ stand unter dem Motto „Experimentieren mit Licht und Sonne“. Die Veranstaltung wurde in zwei Lehrmodule aufgeteilt. Im ersten Modul wurde vorgestellt, wie Energie aus Sonnenlicht gewonnen wird. So wurde die Basis für das Verständnis der späteren Aktivitäten und Experimente geschaffen. Zu diesem Modul ermittelten und verglichen die Mädchen die spezifische Lichtausstrahlung von Lampen und Sonne und deren Auswirkung auf das Erhitzen von Wasser. Sie wandten das Wissen an, indem sie einen Solarofen mit Parabolspiegeln bauten und damit Schokofondue machten. Im zweiten Modul wurde die Frage beantwortet, warum die Speicherung von Energie eine so große Herausforderung ist. Am Beispiel von Brennstoffzellen wurde dieses Wissen vertieft und in einem Wettrennen von selbstgebauten Modellautos mit Wasserstoffantrieb angewandt.

Auf diese Weise konnten die Mädchen für wissenschaftliche Themen rund um Nachhaltigkeit begeistert werden. Sie bekamen einen Einblick in die Herausforderungen an nachhaltige Produktion und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen Themen.

Alex Tsingas- Experimentieren mit Licht und Sonne

Eine Übersicht über die einzelnen Einheiten der Lehrmodule finden Sie hier.

Girls‘ Day 2013: Gold im Handy – moderne Schätze!

Zum Lehrmaterial „Gold im Handy – moderne Schätze!“ vom Girls‘ Day 2013

Was haben Gold, Silber und andere Edelmetalle oder auch seltene Erden in einem Mobiltelefon zu suchen? Dieser Frage gingen am 25.4.2013 anlässlich des Girls‘ Days 17 Mädchen im Alter zwischen 10 und 13 Jahren im Produktionstechnischen Zentrum (PTZ) Berlin auf den Grund. Nachdem die Mädchen einiges über seltene Rohstoffe gelernt hatten, durften sie selbst Hand anlegen. In Kleingruppen demontierten sie alte Handys und identifizierten die darin enthaltenen Rohstoffe mithilfe eines „Rohstoffkoffers“, der am IASS Potsdam entwickelt wurde. Dabei erfuhren die Teilnehmerinnen, welche unterschiedlichen Rohstoffe in Handys stecken und wie viel Energie benötigt wird, um sie zu verarbeiten.

Anschließend ging es in das Versuchsfeld des PTZ, wo die Mädchen technologische Lösungen für die nachhaltige Produktion selbst ausprobierten: Sie stellten Armbänder mit dem 3D-Drucker her, experimentierten mit Solarenergie und strahlten mit Trockeneispellets – ein umweltschonendes industrielles Reinigungsverfahren.

Der Girls‘ Day zum Thema Ressourcenbedarf von Elektrogeräten ist Teil des Bildungsprogramms im Sonderforschungsbereich 1026 „Sustainable Manufacturing – Shaping Global Value Creation“, in dem unter anderem das Doppelinstitut im Produktionstechnischen Zentrum Berlin – das IWF der TU Berlin und das Fraunhofer IPK – nachhaltige Strategien und Technologien für die globale Wertschöpfung erarbeiten.

Verfügbares Lehrmaterial des SFB 1026 „Sustainable Manufacturing – Shaping global Value Creation“ als Download:

Besuchen Sie auch die Seite zur Rohstoffexpedition des IASS mit viel weiterführendem Lehrmaterial zu Rohstoffen im Handy.

Girls‘ Day 2014: Die Geschichte hinter einem Produkt und Produktionsanlagen aus Lego

Girls Day 2014
Girls Day 2014

Was ist die Geschichte hinter Produkten des täglichen Lebens? Wie kann deren Produktion effizienter gestaltet werden? Diesen und anderen Fragen sind sechzehn Mädchen zwischen zehn und zwölf Jahren auf dem Girls‘ Day im Produktionstechnischen Zentrum Berlin auf den Grund gegangen. Der Sonderforschungsbereich 1026 „Nachhaltige Produktion“ und die Arbeitsstelle Montagetechnik und Fabrikbetrieb der TU Berlin haben sich in diesem Jahr gleich mit zwei Projekten an dem Mädchen-Zukunftstag beteiligt.
Eine Gruppe hat sich damit beschäftigt, welche Schritte benötigt werden, um ein Produkt herzustellen. Dabei konnten die Mädchen selbst ausprobieren, welche Unterschiede es etwa zwischen subtraktiven Verfahren, wie dem Fräsen, und additiven Verfahren, wie 3D-Drucken, gibt. Die zweite Gruppe hat aus Lego-Bausteinen Produktionsanlagen erstellt und besprochen, wie diese höhere Effizienz erreichen können.

Girls Day 2014
Girls Day 2014

Die Betreuer beider Gruppen gaben Einblicke in die tägliche Arbeit von Forscherinnen und Forschern aus dem Bereich der nachhaltigen Produktion und diskutierten mit den Mädchen Möglichkeiten, später Berufe in diesem Bereich zu ergreifen.
Insgesamt waren die Teilnehmerinnen vom Girls‘ Day begeistert: „Mein Betreuer war sehr nett und hat alle Fragen beantwortet. Vielen Dank für den schönen Tag!“ sagte eine der glücklichen Teilnehmerinnen.
Fotos © Fraunhofer IPK/Ksenia Udalova