Strategien für nachhaltige Produktion weltweit

Nachhaltigkeit in ihrer ökonomischen, ökologischen und sozialen Ausrichtung zu verfolgen ist für Akteure im industriellen Umfeld eine besondere Herausforderung. Vielfältige, kaum beeinflussbare Rahmenbedingungen und eine Fülle von Handlungsmöglichkeiten für innovative Prozesse und Produkte führen zu komplexen Entscheidungsstrukturen. Politischer, sozialer und technologischer Wandel entfalten eine Dynamik, bei der ohne Wissensmanagement verantwortungsvolle Entscheidungen dem Zufall überlassen werden. Besonders produzierende Unternehmen werden mit steigender Komplexität durch dynamische Anpassung bei Mitarbeitern, Produkten, Prozessen, Betriebsmitteln, Orten und Zeiten als Elemente der Wertschöpfung konfrontiert.

Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1026 erarbeitet Strategien, um die globale Produktion mit eben diesen Rahmenbedingungen und Entscheidungsstrukturen in eine nachhaltige globale Entwicklung einzufügen. Dafür werden künftige Bedürfnisse der Wirtschaft, der Gesellschaft und des Ökosystems Erde ermittelt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen, was nachhaltige Produktion ausmacht und wie Nachhaltigkeit gemessen werden kann. Sie finden heraus, wie sich nachhaltige Produktion auf die Wirtschaft auswirkt und entwickeln Formeln,
mit denen berechnet werden kann, welches die besten politischen und ökonomischen Entscheidungen für eine nachhaltige Entwicklung sind.